wetter.de Wetter-Widget
Wetterdaten werden geladen
Wetter Rheine www.wetter.de

Unwetter in Deutschland

logo_mv
logo_mz

Neue Kriterien für Altersgrenzen


Zeit für mehr Gerechtigkeit

Gibt es einen Unterschied zwischen „Dafür bist Du zu jung“ und „Aber dafür sind Sie doch zu alt“? Die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) ist überzeugt, dass es Diskriminierungen aufgrund des Lebensalters für Menschen jeder Generation gibt.

 

Dabei sind Altersgrenzen in der Regel sachlich nicht zu begründen“, so sagt die LSV Vorsitzende Gaby Schnell.

Sie wirbt dafür, die solchen Begrenzungen meist zugrunde liegenden Vorurteile und Verallgemeinerungen– jung gleich unreif, alt gleich unbeweglich – überall dort zu bekämpfen, wo man ihnen begnet. "Die Schwierigkeiten älterer Arbeitnehmer im ersten Arbeitsmarkt Fuss zu fassen, sind dabei ebenso ein Übel wie die Probleme der `Generation Praktikum`, die aufgrund ihrer Jugend hingehalten wird, weil es kostengünstig für die Firmen ist". Das Lebensalter dürfe eben nicht als soziale Eigenschaft gesehen werden, die über die Zuteilung von Chancen entscheide.

 

„Wann ist der Mensch denn im „richtigen“ Alter?“.

Dass Altersgrenzen häufig diskriminierend sind, werde nur selten öffentlich thematisiert.

„Bei der Vergabe von Krediten, beim Abschluss von Versicherungen oder bei Wahlämtern wie etwa der Schöffen-Position werden Menschen höherer Lebensalter finanziell schlechter gestellt, benachteiligt oder gar ausgeschlossen“, weiß Gaby Schnell, deren Landesseniorenvertretung sich seit Jahren innerhalb des Netzwerkes von Senioren-Organisationen immer wieder mit offener ebenso wie versteckter Altersdiskriminierung befasst.

Dass es in Europa eigentlich keine Benachteiligungen aufgrund eines bestimmten Lebensalters geben dürfte, ist die Theorie. „Schlechte Vermittlungsquoten Älterer auf dem Arbeitsmarkt, automatische Altersgrenzen wie etwa bei Piloten oder Beamten, Alters-Höchstgrenzen, bis zu denen man noch Beamter oder Beamtin werden kann –dies sind pauschale Grenzen, die weder die Eignung der Einzelnen noch die veränderten Lebensbedingungen ganzer Generationen berücksichtigen“, findet Gaby Schnell.

Vernünftige, gerechte und angemessene Regelungen für Menschen jeden Lebensalters brauchten neue Kriterien – „und an denen müssen die Betroffenen mitwirken“, lautet die Forderung der Landesseniorenvertretung.

Gaby Schnell

Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW